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New Work ist DAS Schlagwort unserer Zeit. Wir scrummen, slacken, team worken, arbeiten in open offices und treffen uns mit unserer office space community. Aber was ist denn mit den Inhalten, mit denen wir diese new ways of work füllen. Manchmal kommt es mir vor, als wenn wir auf dem Spitzengrill von Napoleon indirektes Grillen mit einer eingeschweißten Grillfackel praktizieren würden.

New Work ist wichtig

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch! Neue Arbeitsmethoden sind wichtig. Wir brauchen Sie, um effizienter zu Ergebnissen zu kommen. Um individuelle Stärken besser zur Geltung zu bringen. Und – nicht zuletzt – um uns allen in dieser Leistungsgesellschaft zu einem angenehmeren Leben zu verhelfen.

Also arbeiten wir collaborativ, in flexiblen, interdisziplinären Teams. Wir arbeiten iterativ, da wir wissen, dass wir nicht immer das Optimum beim ersten Wurf erreichen. Schließlich grillen wir auch nicht mehr auf Treibholz in einem Steinkreis (es sei denn, wir wollen ein nostalgisches Ereignis für unsere Kinder kreieren).

Die neuen Mittel und Wege, die uns zur Verfügung stehen, sind also richtig und wichtig. Aber sie sind nur ein Teil des Erfolges. Denn auch auf einem Spitzengrill von Napoleon wird auch die beste Garmethode eine eingeschweißte Grillfackel nur schmecken lassen wie – ja wie eine eingeschweißte Grillfackel. Überwürzt, trocken und nach Plastik.

Ohne Inhalt bringt New Work nichts

Nur die Methode ist es also auch nicht. Es kommt auch auf den Inhalt, die Zutat, an. Die alte Regel „sh.. in, sh.. out“ gilt auch zu Zeiten des New Work. Auch wenn Sie Ihre neue Markenpositionierung mit Slack erarbeiten, wird sie nicht zwangsläufig zum Erfolg werden, solange Sie die Positionierung nicht sauber herleiten und ausdifferenzieren. Vielleicht führen Sie das neue Produkt per Scrum schneller ein, aber auch das wird nicht zwangsläufig ein Erfolg werden, wenn Sie das Geschäftsmodell nicht definiert, die Verkaufsargumente nicht herausgearbeitet (vgl. Blogartikel) und die Produktionskette nicht optimiert haben.

So wird nach wie vor der Inhalt entscheidend sein. Nicht die Methode. So wird es Ihnen auch schwer fallen, ein Wagyu-Rinderfilet auf einem 9,90 Dreibein-Holzkohle-Grill zu versauen (wichtig: nie zu viel Alkohol, bevor das Fleisch vom Grill ist). In diesem Fall ist der Inhalt einfach zu gut, um nicht zu bestehen.

Aber – um in diesem Bild zu bleiben – wir haben in unserem Geschäftsleben nicht immer ein Wagyu zur Hand. Manchmal ist es auch nur der Bauchlappen. Aber auch hier gilt: Wenn der auch noch von einem „Billig-Metzger“ kommt, können Sie machen, was Sie wollen. Das Ding wird zäh und geschmacklos.

Wenn Sie aber die Bio-Qualität von einem Metzger Ihres Vertrauens wählen, dann können Sie ein kulinarisches Happening für Ihre Gäste kreieren. Aber nur dann, wenn Sie die richtigen Methoden anwenden (kurzes direktes angrillen, indirektes nachgrillen und schneiden quer zur Faser). Quasi das New Work des Grillens.

Im Geschäftsleben ist es sogar noch ein wenig vielschichtiger. Da liegen hinter der Arbeitsmethode Design Thinking gleich noch mehrere theoretische Konzepte, die die Qualität des Inhaltes bestimmen. Ob es das Bilden von Personas ist oder das Ableiten von sinnvollen Nutzenversprechen. Ohne Inhalt bringt die Methode nichts. Und auch, wenn es wahnsinnig hip anmutet, für eine kreative Pause mit dem Tretroller um den Konferenzraum zu düsen – es bringt nichts, wenn Sie nicht bis zu den Inhalten vorstoßen.

In diesem Sinne: Lassen Sie uns mit dem Tretroller fahren und dabei strukturiert und konzeptionell sauber über Inhalte nachdenken. Denn ein exzellenter Inhalt braucht immer weniger (arbeits-)methodische Unterstützung. Und trotzdem – auch ein schlechter(er) Inhalt kann durch neue Arbeitsmethoden aufgewertet werden.

Wollen Sie die gröbsten Fehler bei Ihrem Inhalt-Methoden-Mix vermeiden? Oder suchen Sie einfach nur nach einem Austausch bzw. nach Praxiserfahrungen zu dem Thema? Wie auch immer: gerne denken wir mit Ihnen gemeinsam darüber nach!

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